Grüße zum Fest

Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr in dem viel geschehen ist, das für alle viel Arbeit mitbrachte, ein Jahr mit vielen Höhen und vermutlich ebenso vielen Tiefen.

Doch bevor wir dieses Jahr verabschieden und mit einem Feuerwerk den Beginn des neuen Jahres feiern stehen noch einige Festtage ins Haus.
Die große Mehrheit in unserem Kulturkreis nennen es Weihnachten, einige sagen Chanukka, eine kleine Minderheit feiert den Sonnengott Sol Invictus.
Doch egal wie man diese Festtage nennt, für fast alle zählen zu den grundsätzlich mit diesen Tagen verbundenen Eigenschaften Frieden, innere Einkehr und Nächstenliebe.

In diesem Zusammenhang erinnere ich gerne an das Jahr 1914.
Europa und die Welt standen noch am Anfang eines riesigen Krieges von dem zu diesem Zeitpunkt noch niemand glauben wollte, dass er sich noch über Jahre hinweg ziehen würde.
Die meisten Soldaten waren in dem Glauben in den Krieg gezogen, er würde schnell vorübergehen und zu Weihnachten wären Sie wieder zuhause. Leider mussten sie feststellen, dass dem nicht so sein würde.
Am heiligen Abend, nachdem eine kurze Waffenruhe zur Bergung der Toten zwischen den Schützengräben stattgefunden hatte, befahl nun ein sächsischer Leutnant seinen Soldaten sie sollen Kerzen und Tannenbäume auf die Gräben stellen. Diese Aktion wurde laut seinem Tagebuch von der britischen Seite mit einem Pfeifen und Klatschen zustimmend beantwortet. Bis zum nächsten Tage sollte kein Schuss mehr fallen. Am Morgen traten einige englische Soldaten mit einem Fussball auf das Niemandsland zwischen den Schützengräben, woraufhin sich die beiden Seiten trafen. Die kommandierenden Offiziere beider Seiten waren der Meinung, dass dies ein unvorstellbarer Anblick sei.
Ähnliche Fälle wurden auch von anderen Teilen der Front berichtet.

Obwohl es von den Generalitäten beider Seiten keinerlei Befehl zu einer Weihnachts-Waffenruhe gab, teils wurde gar mit scharfen Disziplinarmaßnahmen gegen die eigenen Leute geantwortet, zeigten hier die Soldaten an der Front einen Rest Menschlichkeit und Respekt gegenüber dem Gegner.

Dass sich dieser Weihnachtsfrieden in den Folgejahren nicht wiederholte zeigt uns leider, dass der Krieg, je länger er andauert, den Menschen mehr und mehr abstumpft und ihn seine Werte zu vergessen drängt.

Es zeigt uns aber auch, dass es jeder einzelne Mensch sein kann, der zu einer Verbesserung der Situation beiträgt. Unabhängig davon was die Obersten sagen, kann der „Niedere“ etwas ändern. Es muss immer nur einer den Anfang machen.
Macht niemand einen Anfang, kann sich nichts ändern.

In diesem Sinne wünsche ich euch fröhliche Festtage und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2014.
Ein Jahr in dem wieder viel geschehen wird, das für alle viel Arbeit mitbringen wird und ein Jahr mit vielen Höhen und vermutlich ebenso vielen Tiefen werden wird.

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